Hilfsmittel: Kostenübernahme für Reparatur, Wartung, Strom und Haftpflichtversicherung

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zwiboe / pixelio.de

Bereits 1997 hat das Bundessozialgericht festgestellt, dass die Krankenkasse für ein von ihr bewilligtes Hilfsmittel, wie z.B. einen Rollstuhl, ein E-Mobil oder ein Beatmungsgerät die Stromkosten übernehmen muss (Urteil vom 6.2.1997, 3 RK 12/96). Zur Vereinfachung wird in der Regel eine jährliche Pauschale von bis zu 60 € für jedes genutzte Gerät von den Krankenkassen übernommen. Um in den Genuß dieser Kostenrückerstattung zu kommen, muss die Stromkostenrückerstattung bei der Krankenkasse beantragt werden. Der Betrag wird dann rückwirkend erstattet. Wie das bei der jeweiligen Kasse geht, ob mit Formular oder formlos mit einem einfachen Brief, und welcher Betrag genau erstattet wird könnt ihr telefonisch bei eurer Kasse erfragen. Im Zweifelsfall genügt ein formloses Schreiben, die Krankenkasse wird euch im Bedarfsfall ein Formular zusenden.

Gleiches gilt für alle entstehenden Unterhalts- und Wartungskosten, wie z.B. Ersatz-Akkus, Reifen usw. Falls die Kasse aus irgendeinem Grund die vollständige Kostenübernahme für einen E-Rollstuhl mit mehr als 6 km/h bewilligt hat, muss sie sogar die Kosten für die Haftpflichtversicherung übernehmen.

Akkus können übrigens oft selbst relativ günstig getauscht werden. Hier haben wir eine Liste zusammengestellt, die über 200 Rollstühle mit den jeweils passenden Akkus auflistet.

Akku für den Idumo Badelifter

Vor einigen Jahren startete ich mit meinem Haupt-Projekt handicap-bazar.de eine Kleinanzeigenbörse für Hilfsmittel und behindertengerechte Autos. Meine Schwägerin schenkte uns damals einen Idumo-Badelift mit dem Hinweis, ich könnte ihn ja auf meiner Kleinanzeigenbörse verkaufen. Gesagt, getan, doch zuvor musste das Problem des defekten Akkus gelöst werden. Der Idumo Badelift ist ein kleiner Tuchlift und hat keinen Stecker für das Stromnetz, was ja irgendwie auch gruselig wäre. In der Badewanne sitzen und ein Stromkabel in der Nähe haben geht gar nicht.

Idumo Badelift
Idumo Badelift mit Bedienteil

Als technisch interessierter Mensch schraubte ich den Akkublock auf und entdeckte darin zwei kleine Bleiakkus. Diese waren sehr leicht auszubauen und auch günstig für ca. 20 Euro auf amazon zu haben. Nach der erfolgreichen Reparatur schrieb ich eine Anleitung, die ich hier zur Verfügung stelle. Akku für den Idumo Badelifter weiterlesen

Gebrauchtbörse für gebrauchte Rollstühle und Hilfsmittel

Gebrauchte Hilfsmittel können eine Alternative sein, z.B. wenn es um einen zweiten Rollstuhl geht, der von der Krankenkasse abgelehnt wurde.

Deshalb gibt es seit 2013 auf der Seite handicap-bazar die Möglichkeit in der Hilfsmittelbörse gebrauchte Hilfsmittel zu suchen oder diese als Privatanbieter per Inserat zu verkaufen.

Zusätzlich zur Hilfsmittelbörse können auch gebrauchte behindertengerechte Autos eingestellt werden. Auf der Seite sind darüberhinaus auch viele hilfreiche Artikel, wie z.B. über Zuschüsse für barrierefreie Umbauten zu finden.

Einen Teil dieser Inserate habe ich per RSS-Feed auch hier auf rollstuhl-akku.de unter der Rubrik “Marktplatz” eingebunden.

Optimales Laden von Rollstuhl- und E-Mobil Blei-Akkus

Die Stromversorgung der meisten Elektrorollstühle und E-Mobile  besteht aus zwei 12V Blei-Akkus. Diese Akkus sind wartungsfrei und müssen aber regelmäßig geladen werden.

Vor dem ersten Gebrauch sollten Akkus immer vollständig geladen werden. Einige Hersteller geben dazu eine Ladezeit von 18-24 Stunden an. Neue Akkus erbringen ihre volle Leistung, nachdem sie ca. 10-20 Ladezyklen hinter sich haben. Dann allerdings sinkt ihre maximale Kapazität allmählich wieder ab. Ein Ladezyklus entspricht der Wiederaufladephase eines entladenen Akkus bis zur vollen Aufladung.

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